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Aus Meerwasser wird Trinkwasser – ohne Umweltbelastung.

Wasser ist Leben – ohne sauberes Wasser ist menschliches Leben nicht möglich. Wasser ist unsere Lebensgrundlage schlechthin. Aber in immer mehr Ländern und Regionen wird das Wasser knapp. Sauberes Wasser wird zunehmend zu einem raren Luxusartikel. Und der Wasserbedarf steigt ständig: Noch nie wurde auf der Welt so viel Wasser verbraucht wie heute.

Wasser wird immer knapper

Auf rund 1,1 bis 1,3 Milliarden Menschen schätzt die OECD die Zahl der Menschen, denen bereits heute jeder Zugang zu sauberem Trinkwasser fehlt. Wasserknappheit wird zum Wachstumsrisiko: Beschaffung, Reinigung und Erschließung werden in vielen Regionen immer schwieriger werden.

Wassermangel ist bereits Wirklichkeit

Schon heute verbrauchen einzelne Länder wie Jemen, Usbekistan oder Israel mehr Wasser als natürlicherweise überhaupt erneuert werden kann. Auch in China und Indien, den beiden bevölkerungsreichsten Ländern der Erde, werden die Wasservorräte intensiv genutzt. Der Wassermangel dort ist absehbar – genau so wie im Süden Europas, wie die aktuelle WWF-Studie „Dürre im Mittelmeerraum“ belegt. Schon jetzt müssen die türkischen Metropolen in heißen trockenen Sommern das Wasser abstellen und Spaniens Großstädte das Trinkwasser per Lkw aus Frankreich heranschaffen.

Wasserbeschaffung als Zukunftsherausforderung

Sauberes Wasser für alle Menschen bereitzustellen – das ist eine der großen Zukunftsherausforderungen für die nächsten Jahre. Eine der Lösungen: die Aufbereitung von Meerwasser durch Entsalzung. Das wird heute schon praktiziert. Allerdings mit einem großen Risiko für die Umwelt: Durch die so genannte Umkehrosmose gelangen die Salze aus dem Meerwasser wieder in dieses zurück. Die Folge: ein langsamer Anstieg der Salzkonzentration auf kurze und mittlere Sicht und langfristig eine völlige Versalzung – eine Gefahr für Umwelt und Mensch.